Thema 
Eine Frau mit Brille spricht an einem Mikrofon auf einer Bühne vor einem großen Bildschirm, auf dem Text in deutscher Sprache angezeigt wird.

KI kann echte Orientierung geben —

aber nur wenn wir aufhören, sie als Lösung für Systemprobleme zu behandeln, die wir nicht behoben haben.

KI in der Onkologie: Warum das Versprechen noch nicht bei Patient:innen ankommt


Warum dieses Thema jetzt

Das deutsche Gesundheitssystem ist chronisch überlastet. Facharzttermine dauern Monate, Gespräche dauern Minuten, Informationen sind verstreut und schwer verständlich. In dieser Situation suchen Patient:innen nach Orientierung. Und sie finden sie zunehmend bei KI.

Das ist kein technisches Phänomen. Es ist ein sozialpolitisches Signal. Wenn Patient:innen auf Algorithmen angewiesen sind, um grundlegende Gesundheitsinformationen zu verstehen, sagt das mehr über das System als über die Technologie. Gleichzeitig ist das Potential real: KI kann tatsächlich helfen. Die Frage ist, wie.


Was ich in diesem Vortrag zeige

  • Wie Patient:innen KI heute konkret als Orientierungswerkzeug nutzen — mit echten Beispielen

  • Was 'Orientierung' im medizinischen Kontext bedeutet: nicht Diagnose, sondern Einordnung, Vorbereitung, Teilhabe

  • Die systemische Frage hinter der Technologie: Was sagt KI-Nutzung über Zustand und Aufgaben unseres Gesundheitssystems?

  • Wie KI zu echter Teilhabe führen kann — und was dafür strukturell geändert werden muss

  • Was Krankenkassen, Kliniken und Patientenorganisationen heute konkret tun können

Ein Verständnis, das über die Technologie hinausgeht: KI als Spiegel des Systems. Konkrete Handlungsmöglichkeiten für Organisationen. Und eine Haltung: KI ist kein Ersatz für strukturelle Lösungen — aber sie kann ein Hebel sein, wenn wir sie richtig einsetzen.