Ich lebe selbst mit Krebs.
Diese Erfahrung prägt meine Arbeit und meinen Blick auf KI.
Beruflich beschäftige ich mich seit vielen Jahren mit der Frage, was Technologie, insbesondere KI und Deep Tech, leisten kann. Gerade im Gesundheitswesen bleibt vieles davon jedoch aufgrund
starker Regulierung, Komplexität und Verantwortung lange abstrakte Zukunftsmusik.
In der Arbeit mit Betroffenen und Patient*innenvertretungen
verschiebt sich diese Perspektive:
Hier geht es nicht um Visionen, sondern um das Hier und Jetzt.
Um die Frage, wie KI Menschen mit Krebs heute konkret unterstützen kann: Im Alltag, in Arztgesprächen, in Phasen von Überforderung und Unsicherheit
Warum ich diese Arbeit mache
Überzeugung.
Ich bin überzeugt, dass KI das Potenzial hat, Menschen mit Krebs zu stärken.
Nicht als Ersatz für Medizin, sondern als Unterstützung: Für Orientierung, Vorbereitung und informierte Entscheidungen.
Ungleichheit.
Noch immer hängt der Verlauf einer Krebserkrankung davon ab, wo jemand lebt, welchen Zugang zu Ärzt*innen besteht und wie gut man sich im System zurechtfindet.
Dass Wissen und Orientierung so ungleich verteilt sind, halte ich für ein strukturelles Problem.
Mein Beitrag.
Meine Arbeit setzt dort an, wo medizinische Versorgung oft endet: Bei Einordnung, Kommunikation und Selbstwirksamkeit.
Mich interessiert nicht, was technologisch möglich wäre, sondern was praktisch hilft: Verständlich, verantwortungsvoll und mit klaren Grenzen.